Kinder mit Missbrauchserfahrungen stabilisieren

Das Forschungsprojekt „KiMsta“ (Kinder mit Missbrauchserfahrungen stabilisieren) der HAWK Hochschule verdeutlicht den großen Bedarf an Handlungskompetenzen im Umgang mit dem Thema Sexueller Missbrauch und mit betroffenen Kindern.

Die meisten pädagogischen Fachkräfte wünschen sich mehr Sicherheit und haben Interesse an einer Weiterbildung.

Referentinnen:
Prof. Dr. Anna Wittmann: Diplom-Psychologin, seit 2009 Professorin an der HAWK in den Studiengängen Soziale Arbeit sowie Kindheitspädagogik. Nach Tätigkeit in einer Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch lehrt und forscht sie nun zu diesem Thema und leitet die Weiterbildung. Im Reinhardt-Verlag ist ihr Buch erschienen „Kinder mit sexuellen Missbrauchserfahrungen stabilisieren“.

Wibke Ramm: Kindheitspädagogin (BA) in einem Kinderbildungshaus (KiTa), Lehrbeauftrage an der HAWK und tätig in der Arbeitstherapie in einer psychiatrischen Einrichtung.

Weitere Informationen

In der Weiterbildung lernen Sie u. a.

  • Folgen von sexuellem Missbrauch zu erkennen und zu verstehen,
  • mit betroffenen Kindern über ihre Erlebnisse zu sprechen
  • ihnen zu helfen,
  • mit dem eigenen Schrecken umzugehen,
  • Hilfenetze zu knüpfen.

Personen in der Arbeit mit Jugendlichen und Kindern ab drei Jahren: Erzieher/inn/en, Sozialpädagog/inn/en, Lehrer/innen, Kindheitspädagog/inn/en, Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe sowie Angehörige anderer psychosozialer Berufe

Viertätige Weiterbildung an der Hochschule HAWK in Hildesheim.

Termine: Do./ Fr., 24. + 25. Januar und 21. + 22. Februar 2019, jeweils 08:30 Uhr bis 16:00 Uhr

HAWK Weiterbildung verleiht hochschulische Zertifikate und Bescheinigungen.

Je nach Thema, Inhalt oder Anforderungen werden die Bildungsmaßnahmen mit anerkannten Abschlüssen von Fachverbänden oder wissenschaftlichen Fachgesellschaften abschlossen.

Daneben können für viele wissenschaftliche Weiterbildungen auch Leistungspunkte nach dem European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS) vergeben werden, damit die Leistungen generell an Hochschulen für entsprechende Studiengänge angerechnet werden können.

Die Geschäftsbedingungen unserer Bildungsangebote erfahren Sie immer im Zusammenhang mit den einzelnen Maßnahmen sowie auf den Anmeldeformularen.

Quelle: https://www.hawk.de/de/studium/fort-und-weiterbildung/kinder-mit-missbrauchserfahrungen-stabilisieren

Landesverband Niedersachsen PAUL e. V. knüpft weitere Kontakte


Vertreter von Pflegeelternvereinen in Niedersachsen treffen sich

Wilhelmshaven. Zu einem sehr informativen Austausch trafen sich am 27.10.2018 die Vertreter der Pflegeelternvereine Friesland (Sandro Zenker-Wandschneider und Kirsten Wandschneider) und des Kolibri Wilhelmshaven (Uwe Sonntag) mit den Vorstandsmitgliedern des Pflege- und Adoptiveltern-Unabhängigen Landesverbandes (PAUL) Niedersachsen e. V., Silke Hagen-Bleuel, Nicole Fiebig und Jörg Picker in der „Ruscherei“ in Wilhelmshaven.

Nach einer ausführlichen Vorstellungsrunde wurde ausgiebig über eine weitere Zusammenarbeit gesprochen und die örtlichen Gegebenheiten bei den Pflegeeltern in den jeweiligen Landkreisen erörtert.

Weitere Treffen dieser Art werden Anfang des nächsten Jahres folgen.

Bereits am 10. September 2018 gab es in Oyten bei Bremen ein Treffen zwischen Vertretern des PIVKE Verden e. V.,  dem Vorsitzenden des Pflege- und Adoptivelternvereins Oldenburg und Umzu e. V., Gerald-Müller Silvergieter sowie Silke Hagen-Bleuel und Jörg Picker als Vertreter von PAUL Niedersachsen.

Auch hier wurde zwischen den Teilnehmern eine intensive Fortführung der Gespräche beschlossen.

Hier geht es zu den Internet-Seiten der Vereine: www.kolibri-whv.de  ,    www.pivke-verden.de, 

 

Paul e.V. trifft sich mit Pflegeeltern aus Emden

Pflegeeltern tauschen sich aus

Emden. Die Gelegenheit zum persönlichen Austausch nahmen kürzlich fast 20 Pflegeeltern aus dem Landkreis Leer und der Stadt Emden wahr. Im Gemeindehaus der Wolthuser Kirchengemeinde trafen sie sich mit Vertretern des Anfangs des Jahres gegründeten Pflege- und Adoptiveltern Unabhängiger Landesverband (PAUL Niedersachsen) e. V.

Themen des ausführlichen Zusammenseins waren die örtlichen Gegebenheiten für Pflegeeltern und alle damit zusammenhängenden Fragen.

Es wurde seitens des Landesverbandes PAUL Niedersachsen angeboten, die Pflegeeltern auf Ihrem Weg zu unterstützen.

Hingewiesen wurde auf das Seminar „Rechtliches im Pflegekinderwesen“ am Samstag, 24. November im Waldhaus Wildenloh in Edewecht bei Oldenburg, das der Pflegeelternverein Oldenburg und umzu e. V. anbietet.

Weitere Informationen sind auf der Homepage von PAUL Niedersachsen e. V. unter www.paul-niedersachsen.de zu finden.


 

Beitragsfreie Kita kommt

Der Landtag hat mit der rot-schwarzen Koalitionsmehrheit das neue Kita-Gesetz verabschiedet. Wichtigster Punkt: Kindergartenplätze sind künftig für Eltern beitragsfrei.

Das neue Kita-Gesetz sieht vor, dass Eltern in Niedersachsen ab dem 1. August 2018 keine Gebühren für den Kindergartenbesuch ihrer Töchter und Söhne zahlen müssen. Für den Wegfall der Elternbeiträge sollen die Kommunen vom Land Kompensationen erhalten.

In Niedersachsen sind damit nun alle drei Jahre des Kita-Besuchs kostenfrei. Bislang war nur das letzte Jahr vor der Einschulung gebührenfrei. Ab dem kommenden Kindergartenjahr, das im August beginnt, haben Eltern Anspruch auf acht Stunden Betreuung. Für Betreuungszeiten, die über acht Stunden hinausgehen, dürfen die Träger auch weiterhin von den Eltern Gebühren verlangen.

Quelle: Dpa

Hameln sucht Pflegeeltern

Informationsveranstaltung mit Pflegeeltern am 21. Juni 2018 in Hameln

Nicht alle Kinder haben einen glücklichen Start ins Leben und können im familiären Umfeld mit den eigenen Eltern aufwachsen. Kinder, denen dies aus den unterschiedlichsten Gründen nicht möglich ist, bekommen die Chance, in einer Pflegefamilie aufzuwachsen. Dort haben sie die Möglichkeit in einem geschützten Rahmen, frühe, zum Teil belastende Erfahrungen zu verarbeiten und neue Beziehungserfahrungen zu machen.

Mit einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, den 21.06.2018 möchte der Pflegekinderdienst auf das Thema „Pflegekinder und Pflegeeltern“ aufmerksam machen und Menschen ansprechen, die sich dafür interessieren, ein Pflegekind in ihrer Familie aufzunehmen.

Neben Sachinformationen durch die Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes soll es um den Alltag mit Pflegekindern und um deren persönliches Erleben gehen. Dazu werden an dem Abend zwei erwachsene Pflegekinder, die schon lange gemeinsam in einer Pflegefamilie leben, zusammen mit ihrer Pflegemutter von ihrem Alltag und ihren Erfahrungen berichten.

Außerdem wird eine Pflegemutter zu Wort kommen, die erst seit kurzem ein Pflegekind aufgenommen hat. Sie wird von der spannenden Anfangszeit und von den Veränderungen, die der Einzug des kleinen Mädchens für ihre Familie bedeutet, berichten.

Ein anschließender Gedankenaustausch mit den Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes und auch mit den Pflegeeltern soll dazu dienen, im direkten Gespräch Fragen zu beantworten.

Alle interessierten Familien, Männer und Frauen sind herzlich zu dieser Informationsveranstaltung des Pflegekinderdienstes eingeladen, die am

Donnerstag, 21.06.2018, um 19.00 Uhr

im Kultur- und Kommunikationszentrum „Sumpfblume“, Am Stockhof 2, in 31785 Hameln stattfindet.

Gemeinnützigkeit und gesellschaftliche Verantwortung

Wieder konnten wir eine Hürde bezwingen – Paul Niedersachsen e.V. wurde die Gemeinnützigkeit anerkannt!

“anbei übersende ich Ihnen den Bescheid nach § 60a Abs. 1 AO über die gesonderte Feststellung der Einhaltung der satzungsmäßigen Voraussetzungen nach den §§ 51,59,60, 60a und 61 AO des Vereins als gemeinnützige Einrichtung ”

Klückskinder

Pflegekindern und Kindern in stationären Jugendhilfeeinrichtungen Mut machen, Perspektiven eröffnen und Unterstützung bieten…. Das haben sich die Klückskinder auf die Fahne geschrieben.

Paul Niedersachsen bedankt sich sehr herzlich für viele Mutmacherkalender, die wir gern an die Pflegekinder und Jugendämter in Niedersachsen weitergeben.

Mit einer Spende bedanken wir uns und wünschen viel Erfolg für das Vorhaben, einen aktiven Beitrag zur Unterstützung von Pflegekindern zu leisten.

Paul Niedersachsen eV freut sich sehr auf die weitere Zusammenarbeit mit den Klückskindern!

Macht unbedingt weiter so!

Preis für den Bundesverband behinderter Pflegekinder

Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. ist mit dem Förderpreis der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes ausgezeichnet worden. Am Montag, 16. April 2018, nahm der BbP-Vorstand die Auszeichnung gemeinsam entgegen. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und wurde beim 24. Tag des Kindeswohls in Holzminden übergeben. Gleichzeitig mit der Auszeichnung erhielt der BbP auch eine Nominierung für den Deutschen Engagementpreis.

In seiner Laudatio betonte Michael Greiwe, Geschäftsführer der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes: „Ausschlaggebend für unsere Wahl ist der langjährige und beständige Einsatz des Verbandes für behinderte und benachteiligte Pflegekinder.“ Seit seiner Gründung im Jahr 1983 setze sich der BbP „kontinuierlich und vorbildlich dafür ein, dass Kinder, die behindert, chronisch krank oder besonders auffällig sind und bei ihren leiblichen Eltern nicht aufwachsen können, eine neue Familie finden und das Recht auf eine solche wahrnehmen können und dürfen.“

Mit dem Förderpreis solle allerdings, so unterstrich Greiwe, nicht nur „die Leistung des Vereins und das damit verbundene außergewöhnliche gesellschaftliche Engagement“ gewürdigt werden: „Wir möchten mit dieser Auszeichnung auch stellvertretend unsere Anerkennung und Hochachtung für alle Familien ausdrücken, die sich dazu entschlossen haben, ein behindertes Pflegekind aufzunehmen und für seine Bedürfnisse und sein Wohl einzustehen.“ Der Alltag etlicher behinderter Kinder in Deutschland werde dadurch „sehr viel lebenswerter gestaltet“ und ihnen die Möglichkeit geboten, eine aussichtsvolle Perspektive zu erlangen.

Der Förderpreis der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes wird unregelmäßig vergeben und würdigt wissenschaftliche oder praktische Leistungen, die dazu geeignet sind, für die Weiterentwicklung des Pflegekinderwesens entscheidende Anstöße zu geben.
Mehr zur Stiftung zum Wohl des Pflegekindes

 

 

Landkreis Celle übernimmt Jugendhilfe von Stadt

Das Land Niedersachsen hat der Übernahme der Jugendhilfe von der Stadt Celle durch den Landkreis zugestimmt. Das hat Landrat Klaus Wiswe am Mittwoch im Kreistag mitgeteilt. Das Land bestätigt damit eine Entscheidung des Rates der Stadt Celle. Dieser hatte Ende Januar beschlossen, beim Land zu beantragen, zum 1. Januar 2019 die gesetzlichen Aufgaben der Jugendhilfe von der Stadt auf den Landkreis Celle zu übertragen.

Burgdorf sucht Pflegeeltern

Seit Jahren steigt die Zahl der Kinder, die die Stadt in eine Pflegefamilie vermitteln muss: „Die Erziehung überfordert Familien zunehmend“, begründet Waltraud Schaller vom Pflegekinderdienst Burgdorf diese Entwicklung. Ihren Angaben zufolge leben derzeit 44 Jungen und Mädchen zwischen dem ersten und dem 17. Lebensjahr dauerhaft bei Pflegeeltern, drei in einer Bereitschaftspflege und acht unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in einer Gastfamilie.

Diese Entwicklung wirkte sich auf die Arbeit Schallers und ihrer Kollegin Birgit Hübert aus: „Wir haben die Pflegeeltern intensiv betreuen müssen und deshalb keine Zeit gefunden, neue zu finden.“ Darauf hat die Verwaltung reagiert und das bisherige Duo zum 1. November um Maike Ludwig verstärkt. Denn, davon ist Schaller überzeugt, die Tendenz werde sich fortsetzen: „Auch in Zukunft werden wir noch mehr Kinder in eine Pflegestelle geben müssen.“

Deshalb bietet das Team im März einen Informationstag für Interessierte an, daran schließt sich nach Aussage Schallers später ein Seminar an. „Wir setzen bei den Eltern eine Erziehungskompetenz voraus, in der Schulung geht es dann um Bindungstheorie und um den Kontakt zu Herkunftsfamilie“, sagt sie. Denn im Gegensatz zu Adoptionen bliebe der bei Pflegefamilien bestehen: „Dabei geht es auch um die gegenseitige Wertschätzung.“ Vor allem aber biete der Pflegekinderdienst den Familien nach der speziellen Vorbereitung eine kontinuierliche Begleitung, sei es mit einem gemeinsamen Frühstück wie in dieser Woche, Fortbildungen und Ausflügen oder mit Hausbesuchen.

Doch den Rückgang an Pflegefamilien führt Schaller nicht nur auf die fehlende Werbung zurück: „Immer mehr Frauen arbeiten und glauben, dass sie dann nicht mehr eine Pflegestelle übernehmen können.“ Das aber sei falsch, eine Teilzeitbeschäftigung lasse sich beispielsweise gut vereinbaren.

Zu den Burgdorfern, die sich seit Jahren um Pflegekinder kümmern, gehören Rita Morreale-Günteroth und Angela Holtfreter. Letztere hat zwei Kinder mehr als zwölf Jahre aufgenommen, nun folgt die Bereitschafts- auf die Dauerpflege. „Ich habe 36 Jahre meine eigenen und die Pflegekinder erzogen, nun ist es gut“, sagt Holtfreter. Deshalb betreue sie nun Jungen und Mädchen, aktuell ein elf Monate altes Kind, bis es eine geeignete Lösung für sie gebe. „Dafür braucht man eine bestimmte Haltung in dem Wissen, ein vorübergehendes Zuhause zu bieten“, sagt die Burgdorferin.

Auch Morreale-Günteroth, die zwölfjährige Zwillinge als Pflegekinder hat, wollte eigentlich nur die Bereitschaftspflege eines Neugeborenen übernehmen: „Dann habe ich aber gemerkt, dass es nicht funktioniert.“ Deshalb habe die Familie mit dem Pflegekinderdienst entschieden, die Kleine dauerhauft zu integrieren. „Die Älteren finden die Lösung ganz toll“, sagt die Burgdorferin und fügt hinzu: „Alle sind mit ganzem Herzen dabei.

Info: Die Informationsveranstaltung „Pflegeeltern werden“ am Donnerstag, 8. März, beginnt um 17 Uhr im Rathaus I, Ratssaal, Marktstraße 55. Interessierte erhalten erste Informationen über Kinder und Jugendliche, für die eine Familie gesucht wird, erste Themen des Vorbereitungsseminars, die Höhe des Pflegegelds und die Bewerbungsunterlagen. Außerdem ist Waltraud Schaller unter Telefon (05136) 898325 erreichbar.

Quelle: Antje Bismark