Klückskinder

Pflegekindern und Kindern in stationären Jugendhilfeeinrichtungen Mut machen, Perspektiven eröffnen und Unterstützung bieten…. Das haben sich die Klückskinder auf die Fahne geschrieben.

Paul Niedersachsen bedankt sich sehr herzlich für viele Mutmacherkalender, die wir gern an die Pflegekinder und Jugendämter in Niedersachsen weitergeben.

Mit einer Spende bedanken wir uns und wünschen viel Erfolg für das Vorhaben, einen aktiven Beitrag zur Unterstützung von Pflegekindern zu leisten.

Paul Niedersachsen eV freut sich sehr auf die weitere Zusammenarbeit mit den Klückskindern!

Macht unbedingt weiter so!


Preis für den Bundesverband behinderter Pflegekinder

Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. ist mit dem Förderpreis der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes ausgezeichnet worden. Am Montag, 16. April 2018, nahm der BbP-Vorstand die Auszeichnung gemeinsam entgegen. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und wurde beim 24. Tag des Kindeswohls in Holzminden übergeben. Gleichzeitig mit der Auszeichnung erhielt der BbP auch eine Nominierung für den Deutschen Engagementpreis.

In seiner Laudatio betonte Michael Greiwe, Geschäftsführer der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes: „Ausschlaggebend für unsere Wahl ist der langjährige und beständige Einsatz des Verbandes für behinderte und benachteiligte Pflegekinder.“ Seit seiner Gründung im Jahr 1983 setze sich der BbP „kontinuierlich und vorbildlich dafür ein, dass Kinder, die behindert, chronisch krank oder besonders auffällig sind und bei ihren leiblichen Eltern nicht aufwachsen können, eine neue Familie finden und das Recht auf eine solche wahrnehmen können und dürfen.“

Mit dem Förderpreis solle allerdings, so unterstrich Greiwe, nicht nur „die Leistung des Vereins und das damit verbundene außergewöhnliche gesellschaftliche Engagement“ gewürdigt werden: „Wir möchten mit dieser Auszeichnung auch stellvertretend unsere Anerkennung und Hochachtung für alle Familien ausdrücken, die sich dazu entschlossen haben, ein behindertes Pflegekind aufzunehmen und für seine Bedürfnisse und sein Wohl einzustehen.“ Der Alltag etlicher behinderter Kinder in Deutschland werde dadurch „sehr viel lebenswerter gestaltet“ und ihnen die Möglichkeit geboten, eine aussichtsvolle Perspektive zu erlangen.

Der Förderpreis der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes wird unregelmäßig vergeben und würdigt wissenschaftliche oder praktische Leistungen, die dazu geeignet sind, für die Weiterentwicklung des Pflegekinderwesens entscheidende Anstöße zu geben.
Mehr zur Stiftung zum Wohl des Pflegekindes

 

 


Landkreis Celle übernimmt Jugendhilfe von Stadt

Das Land Niedersachsen hat der Übernahme der Jugendhilfe von der Stadt Celle durch den Landkreis zugestimmt. Das hat Landrat Klaus Wiswe am Mittwoch im Kreistag mitgeteilt. Das Land bestätigt damit eine Entscheidung des Rates der Stadt Celle. Dieser hatte Ende Januar beschlossen, beim Land zu beantragen, zum 1. Januar 2019 die gesetzlichen Aufgaben der Jugendhilfe von der Stadt auf den Landkreis Celle zu übertragen.


Burgdorf sucht Pflegeeltern

Seit Jahren steigt die Zahl der Kinder, die die Stadt in eine Pflegefamilie vermitteln muss: „Die Erziehung überfordert Familien zunehmend“, begründet Waltraud Schaller vom Pflegekinderdienst Burgdorf diese Entwicklung. Ihren Angaben zufolge leben derzeit 44 Jungen und Mädchen zwischen dem ersten und dem 17. Lebensjahr dauerhaft bei Pflegeeltern, drei in einer Bereitschaftspflege und acht unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in einer Gastfamilie.

Diese Entwicklung wirkte sich auf die Arbeit Schallers und ihrer Kollegin Birgit Hübert aus: „Wir haben die Pflegeeltern intensiv betreuen müssen und deshalb keine Zeit gefunden, neue zu finden.“ Darauf hat die Verwaltung reagiert und das bisherige Duo zum 1. November um Maike Ludwig verstärkt. Denn, davon ist Schaller überzeugt, die Tendenz werde sich fortsetzen: „Auch in Zukunft werden wir noch mehr Kinder in eine Pflegestelle geben müssen.“

Deshalb bietet das Team im März einen Informationstag für Interessierte an, daran schließt sich nach Aussage Schallers später ein Seminar an. „Wir setzen bei den Eltern eine Erziehungskompetenz voraus, in der Schulung geht es dann um Bindungstheorie und um den Kontakt zu Herkunftsfamilie“, sagt sie. Denn im Gegensatz zu Adoptionen bliebe der bei Pflegefamilien bestehen: „Dabei geht es auch um die gegenseitige Wertschätzung.“ Vor allem aber biete der Pflegekinderdienst den Familien nach der speziellen Vorbereitung eine kontinuierliche Begleitung, sei es mit einem gemeinsamen Frühstück wie in dieser Woche, Fortbildungen und Ausflügen oder mit Hausbesuchen.

Doch den Rückgang an Pflegefamilien führt Schaller nicht nur auf die fehlende Werbung zurück: „Immer mehr Frauen arbeiten und glauben, dass sie dann nicht mehr eine Pflegestelle übernehmen können.“ Das aber sei falsch, eine Teilzeitbeschäftigung lasse sich beispielsweise gut vereinbaren.

Zu den Burgdorfern, die sich seit Jahren um Pflegekinder kümmern, gehören Rita Morreale-Günteroth und Angela Holtfreter. Letztere hat zwei Kinder mehr als zwölf Jahre aufgenommen, nun folgt die Bereitschafts- auf die Dauerpflege. „Ich habe 36 Jahre meine eigenen und die Pflegekinder erzogen, nun ist es gut“, sagt Holtfreter. Deshalb betreue sie nun Jungen und Mädchen, aktuell ein elf Monate altes Kind, bis es eine geeignete Lösung für sie gebe. „Dafür braucht man eine bestimmte Haltung in dem Wissen, ein vorübergehendes Zuhause zu bieten“, sagt die Burgdorferin.

Auch Morreale-Günteroth, die zwölfjährige Zwillinge als Pflegekinder hat, wollte eigentlich nur die Bereitschaftspflege eines Neugeborenen übernehmen: „Dann habe ich aber gemerkt, dass es nicht funktioniert.“ Deshalb habe die Familie mit dem Pflegekinderdienst entschieden, die Kleine dauerhauft zu integrieren. „Die Älteren finden die Lösung ganz toll“, sagt die Burgdorferin und fügt hinzu: „Alle sind mit ganzem Herzen dabei.

Info: Die Informationsveranstaltung „Pflegeeltern werden“ am Donnerstag, 8. März, beginnt um 17 Uhr im Rathaus I, Ratssaal, Marktstraße 55. Interessierte erhalten erste Informationen über Kinder und Jugendliche, für die eine Familie gesucht wird, erste Themen des Vorbereitungsseminars, die Höhe des Pflegegelds und die Bewerbungsunterlagen. Außerdem ist Waltraud Schaller unter Telefon (05136) 898325 erreichbar.

Quelle: Antje Bismark


Der Landkreis Gifhorn sucht sogenannte “Bereitschaftspflegefamilien”

Gemeint sind Bereitschaftspflegefamilien, die Kinder vorübergehend aufnehmen können, weil sie vorerst nicht bei ihren eigentlichen Eltern leben können.

Das kann verschiedene Gründe haben: “Zum Beispiel wenn Eltern psychisch erkrankt sind, ihre Kinder vernachlässigen oder es zeitweilig Schwierigkeiten in der Familie gibt”, so Christine Claus vom Landkreis Gifhorn. Für diese Kinder bis zu 12 Jahren sucht der Landkreis immer wieder nach Bereitschaftsfamilien.

Alle interessierten Eltern können sich bei einer Veranstaltung am 15. Februar darüber informieren. Los geht es um 16 Uhr im Kaminraum des Schlosses Gifhorn. Für weitere Informationen stehen auch die Mitarbeiter des Pflegekinderdienstes zur Verfügung (05371/82516)


Zukunft braucht Familie – Leben mit Pflegekindern in Hannover

Die Pflegekinderdienste der Region Hannover, der Stadt Laatzen und Langenhagen suchen regelmäßig gemeinsam Pflegeeltern für Kinder, die nicht in ihren Familien aufwachsen können. Derzeit leben im Zuständigkeitsbereich über 350 Kinder in Pflegefamilien – auf Dauer oder vorübergehend. Alle Interessierten sind für Dienstag, 30. Januar 2018, 18 Uhr, im Haus der Region, Raum 602, Hildesheimer Straße 20, Hannover, herzlich eingeladen, sich über die Voraussetzungen und Aufgaben einer Pflegefamilie zu informieren.

Der Pflegekinderdienst der Region stellt vor, aus welchen Gründen Kinder in eine Pflegefamilie kommen, welche Rechte und Pflichten Pflegeeltern haben und wie sie vom Jugendamt unterstützt werden. Außerdem wird besprochen, wie sich das Leben mit Pflegekindern verändert, wie Besuchskontakte mit den leiblichen Eltern geregelt sind und für welche Kinder Pflegeeltern gesucht werden.

Die Teilnahme ist unverbindlich und kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Auskünfte erteilt der Pflegekinderdienst der Region unter Telefon 0511/616-22129, Pflegekinder@Region-Hannover.de


Pflegeeltern gründen unabhängigen Landesverband – Paul e.V.

Pflegeeltern gründen unabhängigen Landesverband – Paul e.V.

Gründungsversammlung in Bruchhausen-Vilsen

Nicht immer können Kinder und Jugendliche bei ihren Eltern aufwachsen, sondern müssen aus unterschiedlichen Gründen aus ihrer Familie herausgenommen werden.

Erst schlechte Erfahrungen in der Herkunftsfamilie, dann aber auch die Erfahrung, von dieser Familie getrennt zu werden: Das ist gerade für Kleinkinder traumatisch. Ihnen ein Gefühl von Vertrauen, Bindung und Sicherheit zurückzugeben, ist eine Riesen-Aufgabe. Die in aller Regel in einem Zuhause mit Ersatz-Mutter und/ oder -vater besser gelingt als in einem Heim, wo den Kindern wieder eine feste Bezugsperson fehlt.

In Niedersachsen gibt es derzeit zwischen 7000 und 8000 Pflegefamilien, die Kinder zur Pflege aufgenommen haben. Um sowohl werdenden als auch erfahrenen Pflege- und Adoptiveltern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, haben sich auf einer Versammlung im Forsthaus Heiligenberg in Bruchhausen-Vilsen mehrere Pflegeelternvereine (Oldenburg, Wesermarsch und Celle) und auch einzelne Pflegeeltern in dem Landesverband „Pflege- und Adoptivfamilien – Unabhängiger Landesverband (PAUL) Niedersachsen“ zusammengeschlossen.

Als Hauptaufgabe sieht der Vorstand des Verbandes um die Vorsitzende Silke Hagen-Bleuel die Unterstützung der Pflegeeltern bei der Vertretung gegenüber dem Jugendamt und den Austausch untereinander. Um das zu verwirklichen, sollen Arbeitsgruppen zu den verschiedenen Themen eingesetzt werden.

So sollen Fortbildungen zu diversen Themen angeboten, die Pflegeeltern in Niedersachsen entsprechend vernetzt, Hilfestellung bei der Gründung von neuen Gruppen/Vereinen in den Landkreisen gegeben und auch mit anderen unabhängigen Landesverbänden wie dem PFAD Baden-Württemberg, PAN Nordrhein-Westfalen und KiAP Schleswig-Holstein auf Bundesebene zusammengearbeitet werden, um auf die Themen/Schwierigkeiten der Pflegeeltern hinzuweisen.

In den Vorstand des neuen Landesverbandes wurden gewählt:

Der Vorstand des Landesverbandes von links nach rechts: Kirsten Wandschneider, Nicole Fiebig, Sabine Odegaard-Zastawniak, Jörg Picker, Silke Hagen-Bleuel, Andreas Rennhack und Anke Stührenberg

Vorsitzende: Silke Hagen-Bleuel (Celle), stellvertretender Vorsitzender: Andreas Rennhack (Tostedt), Schatzmeister Jörg Picker (Diepholz), Schriftführerin Nicole Fiebig (Nordenham).

Beisitzer im Vorstand sind Anke Stührenberg (Butjadingen), Sabine Odegaard-Zastawniak (Oldenburg) und Kirsten Wandschneider (Zetel).

Zu Kassenprüfern wurden gewählt: Gerald Müller-Silvergieter (Oldenburg) und Ilka Huisman (Meine).

Der Schlichtungsausschuss besteht aus Sandro-Zenker-Wandschneider, Wencke Wassermann und Gisela Ravens.

Die stellvertretende Bürgermeisterin der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen Cattrin Siemers und der jugendpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag Marcel Scharrelmann hielten kurze Grußworte und nahmen die Gelegenheit wahr, sich mit den anwesenden fast vierzig Pflegeeltern ausführlich auszutauschen.